Jalas Sicherheitsschuhe S3: Modelle & Normen im Überblick
Jalas Sicherheitsschuhe S3: Modelle, Normen & Auswahl im Shop
Bei Jalas-Sicherheitsschuhen S3 entscheidet Ihr Einsatzbereich über die Modellreihe, denn der Grundschutz ist bei allen Modellen identisch. Den Unterschied machen Zusatzkennungen wie ESD oder HRO und die Frage, wie leicht sich ein Schuh über die volle Schicht trägt. Gleichen Sie beides mit Ihrer Gefährdungsbeurteilung ab, und Sie bestellen das Paar, das Ihre Mitarbeiter gern tragen.
Für Kfz-Werkstatt und Produktion passt die Heavy-Duty-Reihe, für Raffinerie und heiße Böden die Terra- und Jupiter-Linie.
S3 sichert bei jedem Modell eine Zehenkappe zu, geprüft mit 200 Joule Stoßenergie und 1.500 Newton Druck.
Die Antistatik-Eigenschaft (A) genügt in der Elektronikfertigung nicht, dort brauchen Sie das ausdrückliche ESD-Kennzeichen.
Ihr Angebot erhalten Sie über die Kolzen-Anfrage oder telefonisch, zugeschnitten auf Stückzahl, Größenlauf und veredelte Arbeitskleidung.
Jalas-Sicherheitsschuhe S3: Welches Modell passt zu welchem Einsatzbereich?
Ordnen Sie jedem Arbeitsbereich die Reihe zu, deren Kennzeichnung die dort festgestellte Gefährdung abdeckt. Alle Modelle führt Kolzen im eigenen Sortiment: jede Reihe ist eine eigenständige Produktserie mit eigener Bauweise.
Einsatzbereich | Modellreihe und Beispielmodell | Kennzeichnung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
Raffinerie, Tanklager, Energiebranche | Gran Premio Terra 1538, Jupiter 1828 | S3 ESD (Terra 1538), S3 HRO (Jupiter 1828) | Aluminiumkappe und hitzebeständige Laufsohle, Jupiter knöchelhoch mit breiter Passform |
Kfz-Werkstatt, Produktion | Heavy Duty 1268, Heavy Duty 1348 | S3 HRO ESD (1268), S3 metallfrei (1348) | Ölbeständige Laufsohle mit ProNose-Verschleißschutz, wahlweise BOA oder Schnürung |
Heiße, besonders raue Arbeitsumgebungen | Heavy Duty 1258 | S3 | Hitzeschutz für extrem beanspruchte Einsätze |
Elektronikfertigung, ESD-Bereich | Exalter 9955, Exalter 9965, Zenit 3018 | S3 ESD (Exalter 9955) | Niedrig geschnitten, 9965 mit BOA-Verschluss, Zenit mit textilem Nageldurchtrittschutz |
Nassbereich, Außenbaustelle | DryLock 1818, 3308, 3318, 3328 | S3 wasserdicht, 3318 zusätzlich ESD | Aluminiumkappe, für Nässe ausgelegt |
Gröbere Arbeiten im Außenbereich | Gran Premio 1878 Off Road | S3 ESD | Premium-Sicherheitsstiefel mit Reißverschluss |
Werkstattleitung, Kundenkontakt, Büro | VIP 2108 Business | S3 ESD | Schwarzes Vollnarbenleder, Business-Optik, bequeme Passform |
Die richtige Zuordnung bestätigen Sie, indem Sie die Kennzeichnung auf der Produktseite oder im Schuh mit den Gefährdungen aus Ihrer Beurteilung abgleichen. Grundlage ist die tätigkeitsbezogene Beurteilung, die die DGUV Regel 112-191 vor Auswahl und Benutzung von Fußschutz verlangt. Wechseln Ihre Mitarbeiter zwischen zwei Bereichen, wählen Sie das Modell nach der strengeren der beiden Anforderungen. Damit steht die Auswahl auch im Audit auf festem Grund.
Was S3 nach EN ISO 20345 für Ihre Träger konkret bedeutet
S3 garantiert Ihren Mitarbeitern einen geprüften Rundumschutz, ganz gleich, welches Jalas-Modell Sie wählen. Die Zehenkappe hält einer Stoßprüfung mit mindestens 200 Joule und einer Druckbelastung von mindestens 1.500 Newton stand. Fällt ein Werkstück herunter oder rollt ein Hubwagen über den Fuß, bleiben die Zehen geschützt.
Die durchtrittsichere Zwischensohle stoppt Nägel, Schrauben und Scherben, bevor sie die Fußsohle erreichen. Ein stärker profiliertes Laufsohlen-Design gibt zusätzlichen Grip auf unebenem und verschmutztem Untergrund. Das wasserabweisende Obermaterial hält Spritzwasser draußen, die geschlossene Ferse mit Energieaufnahme dämpft jeden Schritt auf hartem Hallenboden, und die antistatische Ausrüstung leitet Aufladungen ab.
Zur Einordnung der Stufen: S2 entspricht S1 plus wasserabweisendem Obermaterial. Erst S3 ergänzt die durchtrittsichere Zwischensohle und das kräftigere Profil. Den Stufenaufbau von S1 bis S3 sollten Sie kennen, bevor Sie für einzelne Bereiche eine niedrigere Klasse erwägen.
ESD, HRO, HI, CI, SR: Welche Zusatzkennung deckt welche Gefährdung?
Jede Zusatzkennung steht für eine konkrete Gefährdung, und Ihre Gefährdungsbeurteilung legt fest, welche davon Pflicht ist. Die Kürzel bedeuten im Einzelnen:
ESD steht für die kontrollierte Ableitung elektrischer Ladung und ist Pflicht, sobald Ihre Mitarbeiter Elektronik fertigen oder handhaben.
HRO kennzeichnet eine Laufsohle, die Kontaktwärme bis 300 °C rund 60 Sekunden standhält, etwa in der Raffinerie.
HI bedeutet einen wärmeisolierten Schuhunterbau für Arbeitsplätze mit dauerhaft heißen Böden.
CI schützt mit Kälteisolierung im Kühlhaus und beim Wintereinsatz im Freien.
SR weist den verschärften Rutschtest auf Keramikfliese mit Glyzerin nach und passt zu glatten Böden mit Schmierfilm.
Der häufigste Fehler in der Beschaffung betrifft ESD. Antistatik (A) und ESD-Zertifizierung sind zwei verschiedene Eigenschaften. Wer Elektronik fertigt, braucht das ausdrückliche ESD-Kennzeichen, denn die A-Kennzeichnung allein reicht dafür nicht aus. In explosionsgefährdeten Bereichen senkt ESD-Schuhwerk zusätzlich das Funkenrisiko. Achten Sie deshalb im Shop auf „ESD“ im Modellnamen, etwa beim Exalter 9955 oder beim Terra 1538.
Herbst + Winter Winterjacken & Outdoorjacken Schutz vor Nässe und Kälte - auch mit Firmenlogo Jetzt ansehen → | ![]() |
ESD im Detail: ESD-Schuhe nach IEC/EN 61340-5-1 tragen die gelbe Kennzeichnung nur, wenn ihr elektrischer Widerstand zwischen 100 Kiloohm und 35 Megaohm liegt. ESD ersetzt dabei keine elektrische Isolierung, sondern sorgt für eine kontrollierte Ableitung der Ladung.
Bei der Rutschhemmung sehen Sie derzeit zwei Kennzeichnungssysteme nebeneinander. Seit EN ISO 20345:2022 ist eine Grundrutschhemmung für jeden Sicherheitsschuh Pflicht und wird nicht mehr eigens ausgewiesen. Nur der zusätzliche Glyzerin-Test führt noch zum Kürzel SR, während die Stufen SRA, SRB und SRC entfallen. Bestehende Zertifikate laufen bis zu fünf Jahre weiter, deshalb tragen viele Produktseiten noch SRC. Für Sie heißt das: In der Übergangsphase sind beide Angaben gültig. Sie können Modelle mit alter und neuer Kennzeichnung im selben Team einsetzen.
Leichte Modelle für die lange Schicht: Was das Gewicht wirklich ausmacht
Jedes Gramm am Fuß summiert sich über eine Acht-Stunden-Schicht zu spürbarer Ermüdung, deshalb zahlt sich ein leichter Schuh direkt in Konzentration und Tragebereitschaft aus. Wie leicht ein robuster Werkstattschuh sein kann, zeigt der Heavy Duty 1268: Das Paar wiegt in Größe 42 1.503 Gramm Gesamtgewicht, also gut 750 Gramm pro Schuh. Trotz ölbeständiger HRO-Sohle und flexiblem Stahl-Nageldurchtrittschutz hält die Zehenkappe aus leichtem Komposit-Material das Gewicht niedrig.
Modelle mit Aluminiumkappe sparen genau an der Spitze, denn die Kappe selbst wiegt nur rund 50 Gramm. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten, und die Schienbeinmuskulatur arbeitet beim Gehen weniger. Diesen Vorteil bieten unter anderem die Terra-, Jupiter- und DryLock-Modelle. Für Teams, die viel laufen, ist der extra leichte Jalas E-Sport 1615 mit vollem S3-Schutz und ESD-Kennzeichnung eine starke Option.
Komfort entsteht auch beim Anziehen. Das BOA-Fit-System ersetzt die Schnürung durch einen seitlichen Drehverschluss: Einmal drehen, und der Schuh sitzt gleichmäßig fest. Beim Exalter 9965 kombiniert Jalas den Drehverschluss mit einem sockenartigen Design. In der Heavy-Duty-Reihe wählen Sie zwischen BOA und Schnürung. Bei häufigem Schichtwechsel oder in Bereichen mit Schuhwechsel sparen Ihre Mitarbeiter damit jedes Mal Zeit.
So kommen Sie zu Angebot, Mengenbedarf und Firmenlogo
Statt einer Preisliste erhalten Sie bei Kolzen ein verbindliches Angebot, kalkuliert auf Ihre Stückzahl und Ihren Gesamtbedarf. Preise nennt Kolzen bei Bedarf auf Anfrage, bezogen auf genau die Modelle, Mengen und Veredelungen, die Sie angeben. Sie stellen die Anfrage über die Seite „Angebot anfragen“ oder direkt am Telefon. Je vollständiger Ihre Angaben sind, desto schneller liegt es vor:
Wählen Sie im Shop für jeden Bereich ein Jalas-S3-Modell anhand der Kennzeichnung aus.
Geben Sie Stückzahl und Größenlauf an, bei gemischten Teams inklusive Weiten.
Ergänzen Sie Arbeitskleidung, die bedruckt oder bestickt werden soll, mit Motiv und Platzierung.
Nennen Sie die geforderte Schutzklasse und senden Sie die Anfrage ab.
Für die Abrechnung stehen Ihnen B2B-Konditionen offen: Kauf auf Rechnung mit 14 Tagen Zahlungsziel über einen Factoring-Partner, Vorkasse mit 2 Prozent Skonto, PayPal oder Kreditkarte. Lagerartikel verlassen das Haus innerhalb von 24 Stunden. Ein Neuzugang wartet so nicht wochenlang auf seine Schuhe.
Bei der Logo-Veredelung Ihrer Arbeitskleidung geht Normsicherheit vor Optik. Ein Firmenlogo auf zertifizierter Schutzkleidung bleibt nur zulässig, wenn es die Schutzwirkung nicht mindert, und die vorgeschriebene Kennzeichnung muss nach DGUV-Regel 112-189 dauerhaft lesbar bleiben. Kolzen prüft Ihr Logo vorab kostenlos auf Eignung. Sie reichen es als Vektordatei (AI, EPS, SVG) oder als Pixelgrafik ab 300 dpi ein und erhalten vor Produktionsstart ein Muster oder eine Stickvorschau. Standardtextilien mit Logo sind meist in 7 bis 14 Werktagen bei Ihnen, individuelle MultiNorm-Schutzkleidung in 21 Werktagen.
Praxistipp: Klären Sie die Weiten Ihrer Träger, bevor Sie die Anfrage absenden. Eine kurze Rundfrage im Team verhindert, dass ein Teil der Paare ungetragen im Spind landet.
Vom Einzelkauf zum Abteilungs-Standard
Die Modellwahl muss keine Entscheidung bleiben, die Sie bei jedem Neuzugang wieder treffen. Legen Sie pro Abteilung ein Standardmodell fest, das zur Gefährdungsbeurteilung passt. Jede Nachbestellung wird zur Routine, und Ihre Logo-Vorlage hinterlegen Sie einmal bei Kolzen. Danach bestellen Sie jederzeit ohne erneute Einrichtungskosten nach. So gewinnen Sie Zeit, eine saubere Dokumentation für das Audit und Mitarbeiter, die wissen, was sie bekommen.
Ihr nächster Schritt: Stellen Sie Ihre Angebotsanfrage mit Modell, Stückzahl und Größenlauf je Abteilung, und Kolzen erstellt Ihnen ein Angebot für Ihren gesamten Bedarf.
Häufige Fragen zu Jalas-Sicherheitsschuhen S3
Reicht für meinen Betrieb auch S1P oder S2 statt S3?
Ja, wenn Ihre Gefährdungsbeurteilung weder Durchtrittsgefahr noch unebenen, verschmutzten Untergrund ausweist. S2 ergänzt S1 lediglich um wasserabweisendes Obermaterial. Sobald Nägel, Scherben oder Baustellenboden ins Spiel kommen, ist S3 die sichere Wahl.
Gibt es Jalas-S3-Modelle mit höherem Schaft oder Reißverschluss?
Ja. Der Gran Premio 1878 Off Road ist ein S3-Sicherheitsstiefel mit Reißverschluss, der E-Sport 2625 S3S ein leichter, strapazierfähiger Halbstiefel. Der Jupiter 1828 reicht bis zum Knöchel und wird klassisch über Ösen geschnürt.
Brauche ich in der Raffinerie HRO und ESD gleichzeitig?
Meistens ja, sobald heiße Oberflächen und explosionsgefährdete Bereiche zusammentreffen. HRO deckt die Kontaktwärme ab, ESD senkt das Funkenrisiko. Der Heavy Duty 1268 vereint beide Kennzeichnungen in einem Modell.
Wie lange darf ich meine Jalas-S3-Schuhe tragen, bevor ich sie austauschen muss?
Bis ein Merkmal der Ablegereife auftritt, denn eine feste Tragedauer gibt die DGUV Regel 112-191 nicht vor. Fällig ist das Paar etwa bei abgelaufenem Profil, aufgerissenen Schaftnähten oder freiliegender Zehenkappe. Die Ausgabe vom Dezember 2025 fasst diese Merkmale erstmals an einer Stelle zusammen.
Was müssen meine Mitarbeiter am Schuh selbst prüfen?
Den ordnungsgemäßen Zustand per Sichtprüfung vor jeder Benutzung. Das verlangt § 30 Abs. 2 der DGUV Vorschrift 1, festgestellte Mängel melden sie unverzüglich. Sie als Unternehmer legen vorab in der tätigkeitsbezogenen Beurteilung fest, welcher Schuh die Gefährdung abdeckt.
Was bedeutet S3S auf neueren Jalas-Etiketten?
S3S stammt aus der Normfassung EN ISO 20345:2022, etwa beim E-Sport 2625. Diese Fassung teilt den Durchtrittschutz in P (metallisch), PL (metallfrei, 4,5-mm-Nagel) und PS (metallfrei, 3,0-mm-Nagel) auf. Außerdem ersetzt WPA die frühere Bezeichnung WRU für wasserabweisendes Obermaterial.
nach EN 511 Winter- und Kälteschutz Handschuhe für Beruf & Freizeit Jetzt ansehen → | ![]() |

