Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Offizieller Distributor
Kostenloser Versand ab €350
14 Tage Rückgabe

Schutzkleidung E-Auto Hochvoltbatterie: Arbeiten unter Spannung

Schutzkleidung für Arbeiten an E-Autos Hochvoltbatterien

Arbeiten unter Spannung an der Hochvoltbatterie von E-Autos und anderen E-Automobilen sind die Ausnahme, der Regelfall bleibt das freigeschaltete System. Isolierende Schutzausrüstung plus Störlichtbogenschutz sind erforderlich, abgeleitet aus Qualifizierungsstufe und Systemspannung. So bestellen Sie einmal vollständig und auditfest.

  • Arbeiten unter Spannung sind nur der DGUV-Stufe 3S erlaubt, die Stufen S bis 2S arbeiten ausschließlich spannungsfrei.

  • Zur Grundausstattung gehören Isolierhandschuhe EN 60903 Klasse 0, Störlichtbogenkleidung APC2, Gesichtsschutz, Helm EN 50365 und Schuhe EN 50321.

  • Isolierhandschuhe brauchen vor jedem Einsatz eine Luftprobe, Kolzen empfiehlt auch für Klasse 0 halbjährliche Wiederholungsprüfungen.

  • Weil die DGUV Information 209-093 die ältere 200-005 ersetzt hat, gehören Arbeitsanweisungen auf die neue Nummer.

Wann sind Arbeiten unter Spannung an der Hochvoltbatterie von E-Autos und E-Automobilen erlaubt?

Arbeiten unter Spannung sind ausschließlich Fachkundigen der Qualifizierungsstufe 3S erlaubt und bleiben auch für sie die Ausnahme. Der Regelfall in jeder Werkstatt ist das freigeschaltete Fahrzeug, an dem Ihre Mitarbeitenden nach den fünf Sicherheitsregeln arbeiten.

Als Hochvolt gilt im Fahrzeug bereits eine Spannung über 30 V Wechselspannung oder über 60 V Gleichspannung. Diese Schwelle liegt weit unter der Grenze, die Ihre Elektrofachkräfte aus dem klassischen Niederspannungsbereich kennen. Damit fällt das Antriebssystem praktisch jedes E-Autos unter die HV-Regeln, und Ihre PSA-Planung beginnt schon beim ersten Elektrofahrzeug auf der Hebebühne.

Für das Arbeiten im freigeschalteten Zustand gelten die fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105-100, und zwar in genau dieser Reihenfolge:

  1. Freischalten

  2. Gegen Wiedereinschalten sichern

  3. Spannungsfreiheit allpolig feststellen

  4. Erden und Kurzschließen

  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Nach Abschluss der Arbeiten heben Sie die Regeln in umgekehrter Reihenfolge wieder auf. Am HV-Fahrzeug beginnt das Freischalten mit ausgeschalteter Zündung und gezogenem Service-Disconnect, dem Trennstecker im Hochvoltkreis. Danach warten Sie die Entladezeit der Zwischenkreiskondensatoren ab und klemmen das 12-Volt-Bordnetz ab. Die Regel „Erden und Kurzschließen“ entfällt im isolierten HV-System, weil sie dort den Berührschutz aufheben würde.

Wartezeit einplanen: Die Hochvoltanlage kann nach dem Ausschalten noch bis zu 10 Minuten unter Spannung stehen. Wie lange genau und in welcher Abfolge abgeschaltet wird, legt der jeweilige Fahrzeughersteller fest. Verankern Sie diese Zeit fest in Ihrer Arbeitsanweisung, damit niemand unter Zeitdruck zu früh ans System geht.

Arbeiten unter Spannung kommen erst dann infrage, wenn sich ein System nicht mehr freischalten lässt, etwa an einem Unfallfahrzeug. Dann arbeitet ausschließlich Stufe 3S in vollständiger PSA. Metallgegenstände wie Schmuck und Uhren legen Ihre Mitarbeitenden vorher ab, offene Flammen bleiben dem Arbeitsplatz fern.

Qualifizierungsstufen S bis 3S: Wer darf was an der Hochvoltbatterie?

Welche Tätigkeit ein Mitarbeiter an der Hochvoltbatterie übernehmen darf, regelt die DGUV Information 209-093 „Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen“ in vier Stufen. Sie hat die frühere DGUV Information 200-005 ersetzt, die davor als BGI/GUV-I 8686 bekannt war.

Stufe

Bezeichnung

Erlaubte Tätigkeit

S

Sensibilisierte Person

Reines Bedienen des Fahrzeugs

1S

Fachkundig unterwiesene Person (FuP)

Allgemeine Arbeiten am Fahrzeug ohne Eingriff ins HV-System

2S

Fachkundige Person Hochvolt (FHV)

HV-Fahrzeug beurteilen, Spannungsfreiheit herstellen, am spannungsfreien HV-System arbeiten

3S

Fachkundige Person für Arbeiten unter Spannung

Arbeiten an HV-Systemen, die unter Spannung stehen oder stehen können

Für Fahrzeuge, die sich etwa nach einem Unfall nicht mehr spannungsfrei schalten lassen, sind Hochvolt-Experten gefragt: Nur sie dürfen Akkus öffnen und an möglicherweise noch unter Spannung stehenden Unfallfahrzeugen arbeiten.

Bei jeder 3S-Arbeit steht zusätzlich eine zweite Person mit mindestens Stufe 1S bereit, die in Erster Hilfe ausgebildet ist. Planen Sie diese Begleitperson bei der Personaleinteilung fest ein. Unterweisungen finden vor Tätigkeitsbeginn und danach mindestens jährlich statt. Für die Stufen S und 1S wiederholen Sie die Unterweisung zusätzlich, sobald neue HV-Fahrzeugtypen oder Komponenten in Ihre Werkstatt kommen.

Die vollständige PSA-Ausstattung: Welches Teil erfüllt welche Norm?

Eine vollständige HV-Schutzausstattung umfasst sechs Positionen, von denen jede eine eigene Norm erfüllt. Nutzen Sie die Tabelle direkt als Checkliste für Ihre Bestellung.

Ausrüstungsteil

Norm und Klasse

Schützt gegen

Isolierhandschuhe

EN 60903, Klasse 0

Elektrischen Schlag bei Berührung

Lederüberziehhandschuhe

Über dem geprüften Isolierhandschuh getragen

Mechanische Beschädigung des Isolierhandschuhs

Störlichtbogen-Schutzkleidung

EN 61482-1-2, bei HV-Batterien meist Klasse APC2, in der Praxis kombiniert mit EN ISO 11612 und EN 1149

Thermische Wirkung eines Lichtbogens

Gesichtsschutz

Visier mit Störlichtbogen-Kennzeichnung nach EN 61482 oder Gesichtsschutzschirm mit Kennzeichnung DIN 8 (EN 166)

Thermische Einwirkung im Gesichtsbereich

Isolierender Schutzhelm

EN 50365

Elektrischen Schlag im Kopfbereich

Isolierende Schuhe

EN 50321

Körperdurchströmung über die Füße

Die häufigste Verwechslung betrifft Störlichtbogenschutz und Isolation. Störlichtbogenschutz wirkt ausschließlich gegen Lichtbogenhitze und ist keine elektrisch isolierende Ausrüstung. Gegen Körperdurchströmung schützen allein Isolierhandschuhe und isolierende Schuhe. Umgekehrt regelt die Handschuhnorm nur die Isolation: Isolierhandschuhe sind von Haus aus nicht gegen Störlichtbögen geprüft.

Für Ihre Beschaffung heißt das: Kontrollieren Sie an jedem Set zwei Punkte, nämlich die EN-61482-Kennzeichnung auf Kleidung und Visier sowie den mechanischen Überziehschutz für die Isolierhandschuhe. Jacke und Hose wählen Sie aus derselben Kollektion desselben Herstellers, damit beide Teile sauber überlappen und keine ungeschützte Lücke am Bund entsteht.

Isolierhandschuh-Klasse und Störlichtbogen-Klasse richtig wählen

Klasse-0-Handschuhe und Klasse-APC2-Kleidung sind für 400- oder 800-Volt-Systeme zu wählen, sofern Ihre betriebliche Berechnung keine andere Einstufung ergibt. Die Handschuhklasse richtet sich nach der maximal zulässigen Betriebsspannung:

EN 61482 APC1 und APC2

Störlichtbogenschutz

für Arbeiten an Hochvoltbatterien oder Schaltanlagen

Jetzt ansehen →

Klasse nach EN 60903

Max. Wechselspannung

Max. Gleichspannung

Einsatz am E-Fahrzeug

00

500 V

750 V

Für 800-Volt-Systeme zu niedrig

0

1.000 V

1.500 V

Standardklasse für 400- und 800-Volt-Fahrzeuge

1

7.500 V

11.250 V

Sinnvoll, wenn Ihr Team zusätzlich an Anlagen über 1 kV arbeitet

Beim Störlichtbogenschutz kennt EN 61482-1-2 im sogenannten Box-Test zwei Klassen, beide geprüft bei 0,5 Sekunden Lichtbogendauer. Maßstab ist die Stoll-Kurve: Sie gibt an, ab welcher Wärmemenge auf der Haut eine Verbrennung zweiten Grades entsteht.

Klasse

Prüfstrom

Lichtbogenenergie

Einwirkenergie

APC 1

4 kA

168 kJ

135 kJ/m²

APC 2

7 kA

320 kJ

423 kJ/m²

Für Hochvoltbatterien empfiehlt sich APC2, weil sich die mögliche Lichtbogenenergie dort oft schwer abschätzen lässt. Eine pauschale Tabelle, die jedem Batterietyp eine Klasse zuordnet, gibt es nicht. Die Einstufung berechnen Sie objektspezifisch nach DGUV Information 203-077: Sie bewerten die Kennwerte Ihrer Anlage samt Arbeitsabstand, ermitteln daraus die zu erwartende Lichtbogenenergie und vergleichen sie mit dem Schutzpegel von APC 1. Liegt der Wert darüber, setzen Sie APC2 ein.

Merksatz für die Auswahl: Zwei Kleidungsstücke der Klasse APC1 übereinander ergeben keinen APC2-Schutz. Schutzklassen addieren sich nicht. Maßgeblich ist allein die geprüfte Kennzeichnung des einzelnen Kleidungsstücks.

Prüfung, Lagerung und Ablegekriterien: Wann ist die PSA noch gültig?

Gültig bleibt Ihre HV-Schutzausrüstung nur, solange jedes Teil seinen Prüfrhythmus einhält. Die Fristen unterscheiden sich je Ausrüstungsteil deutlich:

Ausrüstungsteil

Prüfung

Intervall und Ablegekriterium

Isolierhandschuhe (alle Klassen)

Sicht- und Luftdichtheitsprüfung

Vor jedem Einsatz

Isolierhandschuhe Klasse 1 bis 4

Elektrische Wiederholungsprüfung

Alle 6 Monate (normativ vorgeschrieben)

Isolierhandschuhe Klasse 0

Elektrische Wiederholungsprüfung

Kolzen-Empfehlung: alle 6 Monate im Einsatz, alle 12 Monate auf Lager

Isolierhandschuhe, Nutzungsdauer

Herstellungsdatum prüfen

Herstellerangabe, oft max. 10 Jahre ab Herstellung

Lagerung Isolierhandschuhe

Dunkel und trocken in Originalverpackung

Geschützt vor Ozon, UV-Strahlung und Hitze

Isolierender Schutzhelm

Keine feste Wiederholungsprüfung

Aussonderung spätestens nach 5 Jahren

Gesichtsschutzschirm DIN 8

Keine wiederkehrende Prüfung

Austausch bei sichtbarer Beschädigung

Isolierende Schuhe

Wiederholungsprüfung

Jährlich

Die Kolzen-Empfehlung für Klasse 0 geht bewusst über die Norm hinaus. Sie gewinnen damit eine Sicherheitsreserve genau bei der Handschuhklasse, die an E-Fahrzeugen am häufigsten im Einsatz ist.

Lederhandschuh ersetzt nie den Isolierhandschuh. Leder erreicht nur im trockenen Zustand eine gewisse Spannungsfestigkeit. Bei Feuchtigkeit drohen Ableitströme oder ein Spannungsdurchbruch durch das Leder selbst. Der Lederüberzieher kommt deshalb ausschließlich über einem geprüften Isolierhandschuh zum Einsatz. Fragen Sie beide Teile am besten als Set an, dann passen Größe und Schnitt zusammen.

Für das nächste Audit: Führen Sie die Prüffristen je PSA-Teil als eigene Dokumentationstabelle mit Seriennummer, Prüfdatum und nächstem Termin. So belegen Sie bei einer BG-Prüfung auf einen Blick, dass jede Ausrüstung gültig ist.

Arbeitgeberpflichten: Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Dokumentation

Ihre Pflichten als Arbeitgeber beginnen mit der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG: Auf ihr beruht die Auswahl jeder PSA, und sie ist Ihr wichtigster Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaft und Geschäftsführung. Halten Sie darin fest, welche Fahrzeuge mit welcher Systemspannung Sie warten und welche Qualifizierungsstufe jede Tätigkeit verlangt.

Die PSA stellen Sie auf eigene Kosten und in ausreichender Menge bereit. Beschädigte oder mangelhafte Teile ersetzen Sie sofort. Ein Handschuh, der die Luftprobe nicht besteht, verlässt noch am selben Tag den Bestand. Ein kleiner Reservebestand je Größe macht diesen Austausch ohne Arbeitsausfall möglich.

Nach § 3 Abs. 2 der PSA-Benutzungsverordnung halten Sie für jedes bereitgestellte PSA-Teil die Benutzungsinformationen in verständlicher Form und Sprache bereit, in der Regel als Betriebsanweisung. Diese Betriebsanweisung bildet die Grundlage der verpflichtenden Unterweisungen.

PSA der Kategorie III: Schutzausrüstung gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden. Isolierhandschuhe und Störlichtbogenschutz gehören dazu. Für diese Kategorie schreibt der Gesetzgeber zusätzlich zur Unterweisung praktische Übungen vor, etwa zum korrekten An- und Ablegen und zur Luftprobe am Handschuh.

Jede Unterweisung dokumentieren Sie mindestens jährlich mit Gegenzeichnung der Teilnehmenden. Diese Unterschriftenliste ist im Ernstfall Ihr Beleg, dass Sie Ihrer Verantwortung nachgekommen sind.

Zusatzausrüstung und Sonderfall beschädigte Batterie

Neben der Kleidung braucht der HV-Arbeitsplatz Werkzeug und Messtechnik mit eigener Zertifizierung. Diese Positionen gehören auf Ihre Beschaffungsliste:

  • Isoliertes Werkzeug nach EN 60900 für 1.000 V, vor jeder Benutzung auf sichtbare Mängel geprüft.

  • Messgerät der Messkategorie CAT III oder CAT IV nach IEC 61010-1 zum Feststellen der Spannungsfreiheit.

  • Isolierende Abdeckungen für benachbarte, unter Spannung stehende Teile.

  • Absperrung und Warnbeschilderung für den abgegrenzten HV-Arbeitsplatz.

Bei einer beschädigten oder thermisch auffälligen Batterie kommt zur elektrischen Gefahr eine chemische hinzu. Austretendes Elektrolyt ist ätzend und brennbar, und es droht Thermal Runaway: eine Kettenreaktion, bei der sich eine Zelle nach der anderen entzündet. Die thermische Reaktion beginnt bei rund 70 bis 90 °C, bei 130 bis 150 °C zerstört sich die Zelle innerlich, und die Temperaturen steigen auf über 600 °C. Teile einer stark beschädigten Batterie berühren Ihre Mitarbeitenden nicht.

Werden Atemgifte wie gasförmiger Fluorwasserstoff frei, ist umluftunabhängiger Atemschutz dringend empfohlen. In geschlossenen Räumen kann zudem Explosionsgefahr bestehen. Richten Sie deshalb einen Quarantäneplatz im Freien ein und stellen Sie Unfallfahrzeuge oder Fahrzeuge mit auffälligem Geruch oder Rauch grundsätzlich dort ab.

Kolzen-Ausstattung für HV-Arbeiten: vom Visier bis zum Schutzanzug

Für die Störlichtbogen-Positionen Ihrer HV-Ausstattung finden Sie im Kolzen-Shop Artikel mit eindeutiger Normkennzeichnung. Drei Beispiele aus dem Sortiment, die direkt auf Arbeiten an Hochvoltbatterien ausgelegt sind:

Die isolierenden Positionen stellen Sie bei Kolzen als abgestimmtes Set zusammen. Die Übersicht zeigt je Position die geforderte Norm, die passende Kolzen-Seite mit Ausführungen und Bestellweg sowie die Angaben, mit denen Ihre Anfrage vollständig ist:

Position

Norm und Ausführung

Bei Kolzen

Angaben für Ihre Anfrage

Isolierhandschuhe

EN 60903, Klasse 0 (bis 1.500 V DC)

Elektriker-Handschuhe für 1000 V mit Klassenübersicht, Prüfregeln und Bestellweg

Handschuhgröße je Mitarbeiter

Lederüberziehhandschuhe

Mechanischer Schutz über dem Isolierhandschuh

Gemeinsam mit den Isolierhandschuhen als Set anfragen

Passend zu Größe und Schnitt des Isolierhandschuhs

Isolierender Schutzhelm

EN 50365

Im PSA-Set für Hochvoltbatterien mit Normübersicht

Kopfweite, Kombination mit dem ErgoS-Visier

Isolierende Schuhe

EN 50321

Im PSA-Set für Hochvoltbatterien

Schuhgröße je Mitarbeiter

Störlichtbogen-Kleidung

EN 61482-1-2, Klasse laut Gefährdungsbeurteilung

Weitere Modelle unter Anzüge der Klasse APC2

Konfektionsgröße, Ober- und Unterteil aus derselben Kollektion

Ergänzen Sie die Mitarbeiterzahl je Qualifizierungsstufe. So erhalten Sie ein Angebot für komplette, abgestimmte Ausstattung und müssen keine Position einzeln nachbestellen.

Erst die Qualifikation, dann die Ausrüstung

Ihre PSA-Liste entsteht aus der Qualifizierungsstufe jedes einzelnen Mitarbeitenden. Sobald feststeht, wer als 2S spannungsfrei arbeitet und wer als 3S unter Spannung, ergibt sich die Beschaffungsliste fast von selbst: Klasse-0-Handschuhe mit Lederüberziehern für alle HV-Tätigkeiten, dazu die Störlichtbogen-Ausstattung in der Klasse, die Ihre Gefährdungsbeurteilung festlegt.

Ihr nächster Schritt: Qualifizierungsstufen je Mitarbeiter auflisten, Größen ergänzen und als Anfrage an Kolzen senden. Sie erhalten ein vollständiges Angebot und statten Ihr Team mit einer einzigen Bestellung normgerecht aus.

Häufige Fragen zur HV-Schutzausrüstung

Brauchen Mitarbeitende der Stufe 2S schon beim Freischalten Isolierhandschuhe?

Ja. Für das Freischalten und das Feststellen der Spannungsfreiheit sind mindestens Isolierhandschuhe nach EN 60903, ein Messgerät der Kategorie CAT III und isoliertes Werkzeug nach EN 60900 vorgeschrieben. Bis die Spannungsfreiheit feststeht, gilt das System als spannungsführend.

Darf ich als Kfz-Mechatroniker ohne Zusatzschulung an der HV-Batterie arbeiten?

Ja, am spannungsfreien System, sofern Sie Ihren Abschluss ab 2013 erworben haben: Dann gelten Sie direkt als Fachkundige Person Hochvolt der Stufe 2S. Für Arbeiten unter Spannung brauchen Sie die Stufe 3S. Die jährliche Unterweisung im Betrieb bleibt in jedem Fall Pflicht.

Was passiert, wenn sich eine HV-Batterie nach einem Unfall nicht mehr spannungsfrei schalten lässt?

Dann übernehmen ausschließlich Hochvolt-Experten, die für Arbeiten unter Spannung qualifiziert sind. Bis dahin stellen Sie das Fahrzeug auf dem Quarantäneplatz im Freien ab, sichern den Bereich und lassen beschädigte Batterieteile unberührt.

Wie läuft die Rettung bei einem HV-Stromunfall ab?

Eigenschutz geht vor: Berühren Sie die verunfallte Person nie, solange sie Kontakt zu spannungsführenden Teilen hat, und retten Sie nur mit isolierenden Hilfsmitteln. Danach folgen Erste Hilfe und Notruf. Nach jedem Stromunfall ist ärztliche Betreuung erforderlich.

Welche Unterwäsche gehört unter die Störlichtbogen-Kleidung?

Unterwäsche aus Naturfaser oder flammhemmendem Material. Kunstfasern schmelzen bei Hitze. Achten Sie deshalb auch bei Shirts und Socken unter der Schutzkleidung konsequent auf Baumwolle oder flammhemmende Textilien.

Kann Kolzen die HV-Schutzkleidung mit unserem Firmenlogo versehen?

Ja, Kolzen bedruckt Schutzkleidung flammhemmend mit Ihrem Firmenlogo. Senden Sie Ihr Logo direkt mit der Anfrage mit. So erhalten Sie Ausrüstung und Veredelung in einem gemeinsamen Angebot.

für kalte Tage

MultiNorm Wetterschutzkleidung

mehrfach zertifiziert für den flexiblen Einsatz in vielen Gefahrenbereichen

Jetzt ansehen →

Sicher & Informiert bleiben

Abonnieren Sie Branchennews, Sicherheitsvorschriften und exklusive Angebote für Profis.

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.

KI Shop Assistentin

Hallo, ich bin Anna Ihre KI Shop-Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?