Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Offizieller Distributor
Kostenloser Versand ab €350
14 Tage Rückgabe

Schutzkleidung Ex-Bereiche: EN ISO 11612 & EN 1149-5

Schutzkleidung für explosionsgefährdete Bereiche

Für Arbeiten in Ex-Bereichen mit ATEX-Zonen brauchen Ihre Teams Schutzkleidung, die zwei Normen zugleich erfüllt: flammhemmend nach EN ISO 11612 und antistatisch nach EN 1149-5. Welche Ausführung im Einzelfall passt, bestimmen Ihre Ex-Zone und die Nebengefährdungen vor Ort. Mit dieser Zuordnung beschaffen Sie prüffest und schützen Ihre Mitarbeiter verlässlich.

  • Keine ATEX-Zertifizierung für Kleidung; maßgeblich ist die PSA-Verordnung (EU) 2016/425 in Kategorie III.

  • EN ISO 11612 verlangt Code A plus mindestens einen Code B bis F, EN 1149-5 regelt die Ableitfähigkeit.

  • Zone 0/20 verlangt rein ableitfähige Kleidung mit Flammschutz, Zone 1/21 EN 1149-5 plus EN ISO 11612, Zone 2/22 empfiehlt sie.

  • Offene Jacken oder nicht ableitfähige Schuhe heben die Schutzwirkung auch bei korrekter Normkombination auf.

Gibt es ATEX-zertifizierte Schutzkleidung? Der Rechtsrahmen im Überblick

Nein, eine ATEX-Zertifizierung für Kleidung existiert nicht. Die Richtlinie 2014/34/EU gilt ausschließlich für Geräte und Schutzsysteme in explosionsgefährdeten Bereichen, Textilien fallen nicht in ihren Anwendungsbereich. Bewirbt ein Angebot eine „ATEX-zertifizierte Jacke“, fragen Sie gezielt nach den tatsächlich erfüllten Normen und der Konformitätserklärung.

Für Ihre Schutzkleidung gilt die PSA-Verordnung (EU) 2016/425, seit April 2018 unmittelbar geltendes EU-Recht. Kleidung für Ex-Bereiche zählt wegen des hohen Risikos zur PSA-Kategorie III. Sie durchläuft damit eine Prüfung durch eine notifizierte Stelle und wird mit einer EU-Konformitätserklärung ausgeliefert.

Welche Kleidung Ihre Teams konkret brauchen, ergibt sich aus Ihren betrieblichen Unterlagen. Die Gefahrstoffverordnung verpflichtet Sie als Arbeitgeber, Brand- und Explosionsgefährdungen zu beurteilen. TRGS 721 und TRGS 722 regeln Beurteilung und Vermeidung explosionsfähiger Atmosphäre, TRGS 727 beschreibt speziell die Maßnahmen gegen Zündgefahren durch elektrostatische Aufladung. Stellt die Beurteilung Explosionsrisiken fest, legen Sie im Explosionsschutzdokument die Zonen fest. Aus diesen Zonen leiten sich die Anforderungen an die Kleidung ab. Die Fachinformation der BGW zum Brand- und Explosionsschutz fasst diese Pflichten kompakt zusammen.

Explosionsschutzdokument kurz erklärt: Es hält fest, wo in Ihrem Betrieb explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, welcher Zone diese Bereiche zugeordnet sind und mit welchen Maßnahmen Sie Zündquellen ausschließen. Als fachliche Grundlage dient die DGUV Information 213-106.

Die Zuständigkeiten sind klar verteilt: Die Verantwortung für das Explosionsschutzdokument bleibt immer bei der Unternehmensleitung, auch wenn externe Berater mitwirken. Wenn alle Beteiligten ihre Rolle kennen, beschaffen Sie schneller und ohne Rückfragen im Audit:

  • Die Unternehmensleitung unterzeichnet das Explosionsschutzdokument.

  • Eine fachkundige Person mit nachgewiesenen Kenntnissen im Explosionsschutz erstellt das Dokument.

  • Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät bei Gefährdungsbeurteilung und PSA-Auswahl.

  • Der Einkauf beschafft die festgelegten Normkombinationen und fordert die Nachweise beim Lieferanten an.

EN ISO 11612 entschlüsselt: Was A1, A2 und B bis F bedeuten

EN ISO 11612 prüft, wie gut Kleidung vor Hitze und Flammen schützt. Pflicht ist immer der Code A für begrenzte Flammenausbreitung, entweder als A1 bei Oberflächenbeflammung oder als A2 bei Kantenbeflammung. Dazu kommt mindestens ein Code B bis F. Nur Flammenausbreitung erfüllt die Norm nicht vollständig.

Die Codes B bis F stehen für unterschiedliche Hitzearten. Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz:

Code

Hitzeart

Stufen

Prüfwert von der untersten zur höchsten Stufe

B

Konvektive Hitze (Flammeneinwirkung)

B1 bis B3

4 bis unter 10 Sekunden (B1) bis mindestens 20 Sekunden (B3)

C

Strahlungswärme

C1 bis C4

7 bis unter 20 Sekunden (C1) bis mindestens 95 Sekunden (C4)

D

Spritzer von flüssigem Aluminium

D1 bis D3

100 bis unter 200 Gramm (D1) bis mindestens 350 Gramm (D3)

E

Spritzer von flüssigem Eisen

E1 bis E3

60 bis unter 120 Gramm (E1) bis mindestens 200 Gramm (E3)

F

Kontaktwärme bei 250 °C

F1 bis F3

5 bis unter 10 Sekunden (F1) bis mindestens 15 Sekunden (F3)

Am Etikett finden Sie die Norm mit dem Flammen-Piktogramm und dahinter die erreichten Codes. Die HaVeP Force+ Jacke aus dem Kolzen-Sortiment trägt zum Beispiel die Angabe A1/A2/B1/C1/E2/F1. Gleichen Sie diese Codes mit Ihrer Gefährdungsbeurteilung ab: Wer in der Nähe von Flüssigmetall arbeitet, braucht D oder E, wer an heißen Oberflächen hantiert, achtet auf F.

Die Grenzen der Norm sind eindeutig: Sie sagt nichts über die Ableitfähigkeit oder den Chemikalien- und Störlichtbogenschutz aus. Im Ex-Bereich ist sie deshalb immer nur eine Hälfte der Lösung.

EN 1149-5: Warum antistatisch nie allein funktioniert

EN 1149-5 legt fest, dass Kleidung elektrostatische Ladung zuverlässig ableitet, damit kein zündfähiger Funke entsteht. Gefordert ist ein Oberflächenwiderstand von höchstens 2,5 × 10⁹ Ohm auf mindestens einer Materialseite. Gemessen wird nach EN 1149-1 (Oberflächenwiderstand) oder EN 1149-3 (Ladungsabbau).

Keine Schutzklassen oder Leistungsstufen, die Norm ist eine reine Material- und Konstruktionsnorm: Entweder das Kleidungsstück erfüllt die Anforderung, oder es erfüllt sie nicht. Der Grenzwert wirkt zudem nur im Zusammenspiel mit einem vollständig geerdeten System aus Kleidung, Schuhwerk und Boden.

In der Praxis kombinieren Sie EN 1149-5 im Ex-Bereich mit einer Flammschutznorm, denn ein Zündfunke kann sonst direkt zur Brandgefahr für die tragende Person werden. Zwingend vorgeschrieben ist ausschließlich ableitfähige Kleidung nach TRGS 727, Kapitel 7 in Zone 0 sowie in Bereichen mit Sauerstoffanreicherung oder Gefahrstoffen der Explosionsgruppe IIC. Für die Zonen 1/21 und 2/22 ergibt sich die konkrete Kombination aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung; die Zonen-Tabelle weiter unten zeigt die übliche Zuordnung.

für kalte Tage

MultiNorm Wetterschutzkleidung

mehrfach zertifiziert für den flexiblen Einsatz in vielen Gefahrenbereichen

Jetzt ansehen →

Damit die Ableitfähigkeit tatsächlich greift, müssen Ihre Mitarbeiter diese Tragebedingungen einhalten:

  • Kleidung wird geschlossen getragen, auch bei Wärme und während der gesamten Tätigkeit.

  • Antistatische Außenschicht deckt alle Unterschichten ab, auch beim Bücken und Armeheben.

  • Metallische Teile (Reißverschlüsse, Knöpfe) liegen im geschlossenen Zustand verdeckt.

  • In Zonen 0, 1, 20, 21: ableitfähige Schuhe mit Durchgangswiderstand unter 10⁸ Ohm sind Pflicht.

  • Der Boden leitet Ladung zur Erde, isolierende Beläge unterbrechen die Kette.

Beim Schuhwerk unterscheiden Sie zwei Kennzeichnungen. Das Kürzel A steht für antistatische Schuhe. ESD-Schuhe haben einen engeren Widerstandsbereich und stammen ursprünglich aus der Elektronikfertigung, wo sie empfindliche Bauteile schützen. Für Ihren Ex-Bereich zählt, dass der Hersteller den geforderten Durchgangswiderstand ausweist.

Wissenswert: Ladung fließt von der Kleidung über den Körper und die Schuhe in den Boden. Diese Ableitkette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Eine zertifizierte Jacke auf isolierenden Schuhsohlen lädt Ihren Mitarbeiter genauso auf wie gewöhnliche Kleidung.

ATEX-Zonen im Ex-Bereich: Welche flammhemmende, antistatische Kleidung nach EN ISO 11612 und EN 1149-5 wohin gehört

Je häufiger explosionsfähige Atmosphäre auftritt, desto strenger fallen die Anforderungen an die Kleidung aus. Die Zonen 0, 1 und 2 gelten für Gase, Dämpfe und Nebel, die Zonen 20, 21 und 22 für brennbare Stäube. Diese Zuordnung übertragen Sie direkt in Ihre Leistungsbeschreibung:

Zone

Explosionsfähige Atmosphäre tritt auf

Anforderung an die Kleidung

Typische Situation

0 / 20

ständig, langzeitig oder häufig

ausschließlich ableitfähige Kleidung mit Flammschutz, kein Umziehen oder Wechseln in der Zone

Tankinneres bei Reinigung oder Wartung

1 / 21

gelegentlich im Normalbetrieb

antistatisch plus Flammschutz, kein Umziehen in der Zone

Umfüllbereich im Tanklager, Abfüllstation in der Raffinerie

2 / 22

normalerweise nicht oder nur kurzzeitig

antistatisch plus Flammschutz empfohlen, Erdung über das Schuhwerk bleibt Pflicht

Regelbetrieb im Gasnetz, Randbereiche einer Lackierkabine

Zur Grundkombination kommen Zusatznormen, sobald Ihre Gefährdungsbeurteilung Nebengefährdungen ausweist. Wo Störlichtbögen drohen, ergänzen Sie IEC 61482-2. Für Schweißarbeiten gilt EN ISO 11611. Bei Spritzern von Chemikalien greift EN 13034 Typ 6, und wer im Verkehrs- oder Fahrzeugbereich arbeitet, braucht Warnschutz nach EN ISO 20471. EN ISO 14116 beschreibt nur eine begrenzte Flammenausbreitung ohne Hitzeschutzstufen. Ob diese Norm für Ihren Bereich ausreicht, entscheidet die Gefährdungsbeurteilung.

In Raffinerien und Tanklagern verlangen Gefährdungsbeurteilungen häufig fünf Schutznormen gleichzeitig: Zu Flamm- und Ableitschutz kommen Schweißschutz nach EN ISO 11611, Chemikalienschutz nach EN 13034 Typ 6 und Störlichtbogenschutz nach IEC 61482-2. Für diesen Fall führt Kolzen die HaVeP-5Safety-Multinorm-Linie, die alle fünf Normen in einer Kollektion vereint und in sieben Farben erhältlich ist. So statten Sie gemischte Teams einheitlich aus und unterscheiden Abteilungen trotzdem auf einen Blick.

Für weitere Branchen leiten Sie die Ausstattung aus Zone und Nebengefährdung ab. In Silos und staubbelasteten Anlagen gilt die Logik der Zonen 20 bis 22. Eine Lackiererei verbindet die Zonen 1 oder 2 mit möglichem Kontakt zu Lösemitteln und Lacken. In der Batterie- und E-Mobility-Fertigung prüfen Sie zusätzlich elektrische Gefährdungen wie Störlichtbögen. Klären Sie diese Kombination mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit, bevor Sie bestellen.

Diese sechs Fehler heben den Schutz auf

Die beste Normkombination nützt nichts, wenn sie im Alltag falsch getragen oder gepflegt wird. Jeder dieser Fehler lässt sich mit einer klaren Regel und einer kurzen Unterweisung abstellen:

  1. Unter oder über der Jacke steckt Polyester oder Fleece. Wählen Sie jede Lage in derselben Normkombination.

  2. Die Jacke bleibt offen. Geschlossen muss die antistatische Außenschicht alle Unterschichten abdecken.

  3. Logos aus ungeprüftem Material werden aufgenäht. Lassen Sie das Firmenlogo flammhemmend aufdrucken.

  4. Risse werden mit normalem Garn repariert. Reparieren Sie nur nach Herstellervorgaben.

  5. Kleidung wird mit Weichspüler gewaschen. Waschen Sie ohne Weichspüler nach Benutzerinformation.

  6. Zu Schutzkleidung kommen Schuhe ohne Ableitfähigkeit. Ableitfähige Sicherheitsschuhe schließen die Erdungskette.

Pflege, Lebensdauer und Nachweise fürs nächste Audit

Die Pflege entscheidet, wie lange Ihre Schutzkleidung ihre Zertifizierung behält. Herstellerangaben in der Benutzerinformation sind maßgeblich: Dort stehen Waschtemperatur, Trocknung und die maximale Zahl der Waschzyklen. Industriewäsche mit dokumentierten Verfahren macht die Pflege nachvollziehbar, Haushaltswäsche kommt nur infrage, wenn der Hersteller sie ausdrücklich zulässt. Mustern Sie ein Teil aus, sobald die zulässigen Waschzyklen erreicht sind, Löcher oder dünne Stellen auftreten, Verschlüsse versagen oder sich Öl und brennbare Stoffe nicht mehr auswaschen lassen. Eine einfache Ausgabe- und Kontrollliste je Kleidungsstück belegt im Audit, dass Sie diese Kriterien prüfen.

Kurzcheck am Etikett: Achten Sie auf das CE-Zeichen mit vierstelliger Kennnummer der notifizierten Stelle, die Piktogramme mit Normnummer, die Leistungscodes, die Pflegesymbole und den Hersteller. Fehlt die Kennnummer oder stehen nur Normnummern ohne Codes, fordern Sie die Unterlagen an, bevor das Teil ausgegeben wird.

Bei einer Begehung durch die Berufsgenossenschaft oder beim Zutritt zu einer fremden Anlage überzeugen Sie mit vollständigen Unterlagen. Halten Sie diese Dokumente griffbereit:

  • EU-Konformitätserklärung für jedes eingesetzte Modell

  • EU-Baumusterprüfbescheinigung der notifizierten Stelle

  • Benutzerinformation des Herstellers mit Pflege- und Tragehinweisen

  • Unterweisungsnachweis mit Datum, Inhalt und Unterschrift der Mitarbeiter

  • Ausgabe- und Kontrollliste mit Waschzyklen und Ausmusterungsdatum

Multinorm-Kleidung von Kolzen: Was für Ihren Ex-Bereich passt

Im Kolzen-Shop finden Sie für jede Zone die passende Normkombination, von der Oberbekleidung bis zum Schuh. Die Kategorie flammhemmende antistatische Schutzkleidung bündelt die Multinorm-Artikel mit den Normangaben direkt am Produkt. Für einen vollständigen Ex-Schutz stellen Sie ein Set zusammen.

Als Oberteil eignet sich die PortWest FR750 Industry MultiNorm-Jacke, die metallfrei für Ex-Bereiche ausgeführt ist. Kommt Störlichtbogengefahr hinzu, ergänzen Sie die HB 4Energy MultiNorm Warnschutz-Latzhose mit APC2 und Warnschutzfunktion. Darunter gehört flammhemmende Unterwäsche mit derselben Normkombination, und ableitfähige Sicherheitsschuhe mit Kennzeichnung A oder ESD schließen die Erdungskette.

Weitere Modelle wie Multinorm-Overalls, Polo-Shirts und FR-Shirts ergänzen das Sortiment, sodass Sie Sommer- und Winterausführungen in derselben Normkombination beschaffen. Damit Ihre Bestellung reibungslos läuft, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Zonen und Nebengefährdungen aus dem Explosionsschutzdokument übernehmen.

  2. Normkombination mit Leistungscodes festlegen.

  3. Größen erfassen und einen Trageversuch einplanen.

  4. Logo-Position und flammhemmenden Logodruck abstimmen.

  5. Individuelles Angebot anfordern.

Sie möchten die Auswahl lieber im Gespräch klären? Die Kolzen-Beratung erreichen Sie telefonisch unter +49 40 696 66 77 90, montags bis donnerstags von 8:15 bis 16:45 Uhr und freitags von 8:15 bis 14:45 Uhr. Alternativ schreiben Sie über das Kontaktformular und erhalten ein Angebot, das auf Ihre Mengen und Größen zugeschnitten ist.

Die Kette entscheidet über den Schutz

Schutzkleidung im Ex-Bereich wirkt nur, wenn jedes Glied hält: Ein offener Reißverschluss oder ein Schuh ohne Ableitfähigkeit macht auch die hochwertigste Multinorm-Jacke wirkungslos. Legen Sie deshalb als Nächstes Gefährdungsbeurteilung und Zonen-Tabelle nebeneinander und prüfen Sie Teil für Teil, ob Oberbekleidung, Unterwäsche und Schuhwerk die geforderten Normen tragen. Wo Lücken auftauchen oder Nebengefährdungen dazukommen, fordern Sie bei Kolzen ein individuelles Angebot an und stellen Ihr Set gemeinsam mit der Beratung zusammen. So beschaffen Sie einmal richtig und gehen mit vollständigen Nachweisen ins nächste Audit.

Häufige Fragen zur Schutzkleidung im Ex-Bereich

Reicht eine Prüfung nach EN 1149-3 als Nachweis nach TRGS 727?

Nein, nicht ohne Weiteres. Nach Einschätzung der BG ETEM gilt nach aktueller TRGS-727-Fassung nur die Prüfung nach EN 1149-1 als unmittelbarer Nachweis der Ableitfähigkeit. Prüfen Sie deshalb in der Konformitätserklärung, welche Prüfnorm kombiniert wurde.

Muss ich bei Mischung alter und neuer Schutzkleidung im selben Outfit etwas beachten?

Ja. Jedes Teil muss für sich die antistatische und die Flammschutznorm erfüllen und darf seine zulässigen Waschzyklen noch nicht überschritten haben. Ein verschlissenes Altteil schwächt das gesamte Outfit, deshalb gehört es in die Kontrollliste.

Welche Ex-Schutzkleidung eignet sich für den Sommer?

Leichte Multinorm-Polos und FR-Shirts in derselben Normkombination wie die übrige Kleidung eignen sich als Oberlage. Entscheidend ist, dass sie alle Unterschichten abdecken und Ihre Zone ohne zusätzliche Jacke abgedeckt ist. So bleibt die Kleidung auch bei Hitze geschlossen.

Brauchen Fremdfirmen in Raffinerie und Tanklager eigene Ex-Schutzkleidung?

Meistens ja. Der Auftraggeber legt die Normen als Zutrittsvoraussetzung fest, ausgestattet werden die Mitarbeiter in der Regel vom eigenen Arbeitgeber. Klären Sie die geforderte Normkombination vor Auftragsbeginn und halten Sie die Konformitätserklärungen bereit.

Was passiert, wenn bei einer Begehung die falschen Normen festgestellt werden?

Sie erhalten eine Mängelfeststellung und müssen die Ausrüstung innerhalb einer gesetzten Frist nachbessern. Als Fremdfirma riskieren Sie, dass der Auftraggeber den Zutritt verweigert. Mit einer frühzeitigen Normprüfung Ihres Bestands vermeiden Sie beides.

Macht ein Antistatik-Spray normale Arbeitskleidung Ex-tauglich?

Nein. Ein Spray verwandelt gewöhnliche Kleidung nicht in zertifizierte antistatische PSA, denn die Konformität entsteht nur durch geprüftes Material und geprüfte Konstruktion. Zudem fehlt der Flammschutz, mit dem antistatische Kleidung im Ex-Bereich in der Praxis kombiniert wird.

EN 61482 APC1 und APC2

Störlichtbogenschutz

für Arbeiten an Hochvoltbatterien oder Schaltanlagen

Jetzt ansehen →

Sicher & Informiert bleiben

Abonnieren Sie Branchennews, Sicherheitsvorschriften und exklusive Angebote für Profis.

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.

KI Shop Assistentin

Hallo, ich bin Anna Ihre KI Shop-Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?