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Flammhemmende Arbeitskleidung: Normen & EN ISO im Überblick

Flammhemmende Arbeitskleidung: Normen & EN ISO im Überblick

Wenn Sie flammhemmende Arbeitskleidung beschaffen, entscheidet die konkrete Normnummer auf dem Etikett darüber, ob Ihre Mitarbeiter tatsächlich geschützt sind, nicht die Werbeaussage "flammhemmend" auf der Verpackung. EN ISO 11612 schützt vor Hitze und Flamme, EN ISO 14116 dagegen nur vor kurzer Kontaktflamme ohne Hitzegefährdung.

Bei der Beschaffung flammhemmender Arbeitskleidung sind vier zentrale Punkte entscheidend, damit Sie tatsächlich konforme Schutzwirkung einkaufen:

  • Die konkrete Normnummer und Leistungsstufe auf dem Etikett entscheiden über den Schutz, nicht die Werbeaussage „flammhemmend".

  • Jeder Buchstabe im Code (A bis F) steht für eine Gefährdungsart, die dahinterstehende Ziffer für die erreichte Leistungsstufe.

  • Nur mit EU-Baumusterprüfbescheinigung, Konformitätserklärung und der vierstelligen Kennnummer der notifizierten Stelle auf dem CE-Zeichen ist ein PSA-Kategorie-III-Artikel nachweislich zertifiziert.

Welche Norm deckt welche Gefährdung ab?

Fünf Normen bilden das Rückgrat der flammhemmenden Schutzkleidung, jede deckt eine andere Gefährdung ab. Die folgende Tabelle ordnet Ihnen die Kernaussage und die praktische Grenze jeder Norm zu, damit Sie beim nächsten Angebot sofort erkennen, ob es zur Gefährdung am Arbeitsplatz passt.

Norm

Gefährdung

Kernaussage

Grenze

EN ISO 11612

Hitze und Flamme

Schützt gegen Strahlungshitze, Konvektionswärme, Kontaktwärme sowie Metallspritzer; Codebuchstaben A bis F markieren die jeweilige Leistungsstufe

Gilt nicht für Feuerwehr- oder Schweißerkleidung

EN ISO 14116

Begrenzte Flammenausbreitung

Schützt bei kurzem, vereinzeltem Kontakt mit einer kleinen Flamme

Deckt keinen Hitzeschutz durch Strahlung oder Konvektion ab

EN ISO 11611

Schweißen

Schützt gegen Metalltropfen, kurzzeitigen Flammenkontakt und Strahlungswärme aus dem Lichtbogen, in Klasse 1 oder 2

Kein Schutz gegen Körperdurchströmung

IEC/EN 61482-2

Störlichtbogen

Ordnet Kleidung per Box-Test in APC 1 (4 kA) oder APC 2 (7 kA) ein; alternativ ATPV/ELIM in cal/cm²

Schützt nur thermisch, nicht gegen Körperdurchströmung

EN 1149-5

Elektrostatische Entladung

Verhindert zündfähige Entladungen in Ex-Bereichen wie Raffinerien und Tanklagern

Wirkt nur als Teil eines vollständig geerdeten Systems

Der Unterschied zwischen EN ISO 11612 und EN ISO 14116 entscheidet in der Praxis über Leben und Verletzung, nicht über Komfort oder Preis. Besteht an Ihrem Arbeitsplatz neben der Flammengefahr auch eine Hitzegefährdung durch Strahlung oder Konvektion, reicht 14116 nicht aus, denn die Norm deckt genau diesen Fall nicht ab. 14116 ist für Situationen konzipiert, in denen nur ein vereinzelter, kurzer Kontakt mit einer kleinen Flamme droht. Parallel darf keine Hitze aus Lichtbogen, Ofen oder Prozessanlage einwirken.

Prüfen Sie deshalb bei jeder Beschaffung zuerst, ob eine Hitzequelle im Spiel ist. Falls ja, ist EN ISO 11612 die erforderliche Wahl.

Flammschutz-Grundregel: Steht auf dem Etikett nur EN ISO 14116, ist das Kleidungsstück ausschließlich für kurzen Flammenkontakt geprüft. Für Hitzearbeitsplätze mit Strahlungs- oder Konvektionswärme ist EN ISO 11612 erforderlich.

Das Etikett Zeichen für Zeichen entschlüsseln

Ein reales Multinorm-Etikett liest sich zunächst wie eine Zeichenkette ohne Sinn. Nehmen Sie als Beispiel das Etikett DIN EN ISO 11612 A1|B2|C2|D1|E3|F1: Jeder Buchstabe steht für eine eigene Gefährdungsart, und die dahinterstehende Ziffer für die erreichte Leistungsstufe.

A steht für begrenzte Flammenausbreitung und wird nach zehn Sekunden Beflammung geprüft: A1 bei Flächen-, A2 bei Kantenbeflammung. B bewertet den Schutz gegen Konvektionswärme, C gegen Strahlungswärme, D gegen Spritzer von flüssigem Aluminium, E gegen Spritzer von flüssigem Eisen und F gegen Kontaktwärme bei 250 Grad. Je höher die Ziffer hinter dem Buchstaben, desto länger hält das Gewebe der jeweiligen Belastung stand.

A (Flammenausbreitung) wird als A1 (Flächenbeflammung) oder A2 (Kantenbeflammung) geprüft. B (Konvektionswärme) umfasst Leistungsstufen B1 bis B3, wobei höhere Werte bessere Isolation anzeigen. C (Strahlungswärme) deckt Leistungsstufen C1 bis C4 gegen Wärmestrahlung aus Öfen ab. D (Aluminiumspritzer), E (Eisenspritzer) und F (Kontaktwärme) folgen jeweils dem Stufensystem D1–D3, E1–E3 und F1–F3.

Steht auf demselben Etikett zusätzlich EN ISO 11611 Klasse 1 oder 2, kennzeichnet das den Schweißerschutz. Klasse 1 hält 15 bis 24 Metalltropfen stand und ist für weniger gefährdende Verfahren wie MMA mit rutilumhüllter Elektrode gedacht. Klasse 2 hält mindestens 25 Tropfen stand und deckt Verfahren mit mehr Spritzern und Strahlungswärme ab, etwa MMA mit Cellulose- oder Basiselektrode.

Ein zusätzlicher Index nach EN ISO 14116 (1, 2 oder 3) zeigt die zulässige Lagenposition: Index 1 ist im Test mit erlaubter Lochbildung geprüft und gehört ausschließlich als äußere oder mittlere Lage über einer Schicht mit Index 2 oder 3 eingesetzt. Index 3 ist die höchste Stufe und typisch für flammhemmende Unterwäsche direkt unter einer 11612-Jacke.

Bei Störlichtbogenschutz nach IEC/EN 61482-2 lesen Sie entweder eine Klasse (APC 1 für 4 kA, APC 2 für 7 kA aus dem Box-Test) oder einen individuellen Energiewert in cal/cm². Hier trennen sich zwei Kennzahlen, die häufig verwechselt werden: ATPV bezeichnet die Energie, bei der eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Verbrennung zweiten Grades besteht. Dieser Wert stammt aus dem US-amerikanischen und kanadischen Prüfsystem. Für Ihre Beschaffung in Deutschland und der EU zählt dagegen ELIM, das die Energie angibt, unterhalb derer die Verbrennungswahrscheinlichkeit bei null Prozent liegt. Seit 2018 ist ELIM die offizielle Bezugsgröße der EU. Achten Sie bei europäischen Angeboten deshalb auf den ELIM-Wert und ordnen Sie einen mitgelieferten ATPV-Wert nur als zusätzliche, nicht als ersetzende Information ein.

Normkombination nach Branche und Arbeitsplatz

Welche Normen Sie kombinieren müssen, hängt vom konkreten Gefährdungsprofil Ihres Arbeitsplatzes ab. Die folgenden Zuordnungen spiegeln die in der Herstellerpraxis übliche Ausstattung wider, nicht eine einzelne verbindliche Behördenvorgabe. Die Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs bleibt die maßgebliche Grundlage.

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  • Raffinerie und Tanklager: EN ISO 11612 gegen Flash-Fire-Risiko, oft mit EN 1149-5.

  • Energieversorgung, Netzmontage: EN ISO 11612 plus IEC/EN 61482-2.

  • Schweißerei, Metallbau: EN ISO 11611 Klasse 1 oder 2, oft mit EN ISO 11612.

  • Automobilindustrie: Hochvolt mit Störlichtbogen- und Isolationsschutz.

Für die konkrete Ausstattung an Hochvoltarbeitsplätzen und für Netzmontage unter Spannung lohnt sich ein tieferer Blick in unseren Beitrag zu Schutzkleidung für Arbeiten an Hochvoltbatterien, wenn Sie Fahrzeugtechniker oder Prüfpersonal ausstatten. Steht bei Ihnen Störlichtbogenschutz der Klasse 2 im Vordergrund, finden Sie eine ausführliche Auswahlhilfe in unserem Artikel zur Störlichtbogen Schutzkleidung Klasse 2.

Zertifizierung prüfen: Diese drei Nachweise verlangen

Bevor Sie eine Bestellung auslösen, verlangen Sie vom Lieferanten drei konkrete Nachweise. Ohne diese Dokumente belegt die Werbeaussage "flammhemmend" keine geprüfte Schutzwirkung. Die vollständigen Prüfgrundsätze für Kategorie-III-Artikel veröffentlicht das IFA der DGUV.

  • EU-Baumusterprüfbescheinigung, ausgestellt von einer notifizierten Stelle und maximal fünf Jahre gültig.

  • EU-Konformitätserklärung des Herstellers mit Bezug auf die konkrete Normnummer und Leistungsstufe.

  • CE-Kennzeichnung mit Kennnummer der notifizierten Stelle, vierstellig, etwa die IFA-Kennnummer 0121.

Flammhemmende Schutzkleidung fällt in PSA-Kategorie III, diese Kategorie verlangt zusätzlich zur Baumusterprüfung eine laufende jährliche Fertigungsüberwachung durch die notifizierte Stelle. Als Beschaffer sind Sie zudem verpflichtet zu prüfen, ob CE-Kennzeichnung, Herstellerinformationen und Konformitätserklärung tatsächlich vorliegen. Fehlt bei einer "flammhemmend"-Aussage jeder Bezug zu einer konkreten Norm mit Leistungsstufe, ist das ein klares Warnsignal für Nichtkonformität. Verlangen Sie im Zweifel das Datenblatt vor der Bestellung, nicht erst bei Reklamation.

Kategorie III: Persönliche Schutzausrüstung gegen Hitze, Flamme und Störlichtbogen zählt zur höchsten PSA-Kategorie. Nur hier ist neben der Baumusterprüfung auch eine fortlaufende Fertigungsüberwachung vorgeschrieben.

Inhärent oder ausgerüstet: Was Waschzyklen bedeuten

Flammhemmende Gewebe erreichen ihre Schutzwirkung auf zwei grundsätzlich verschiedenen Wegen. Inhärent flammhemmende Fasern tragen den Flammschutz in der Molekülstruktur selbst und verlieren ihn praktisch nicht. Nachträglich ausgerüstete Gewebe erhalten ihre Schutzwirkung durch eine chemische Behandlung, die mit jeder Wäsche schwächer wird.

Genau hier liegt Ihr wichtigstes Kaufkriterium: der Waschcode auf dem Etikett, etwa die Angabe "5H". Er zeigt, nach wie vielen Haushaltswäschen die Schutzwirkung noch nachweislich erhalten ist. Fehlt dieser Code komplett, handelt es sich häufig um Einwegware, die nach einer begrenzten Zahl an Einsätzen entsorgt statt gewaschen wird.

Waschcode: Die Kombination aus Ziffer und Buchstabe (etwa 5H) auf dem Pflegeetikett gibt an, nach wie vielen Wäschen der geprüfte Flammschutz nachweislich noch besteht. Ohne diese Angabe sollten Sie das Kleidungsstück als Einwegartikel behandeln.

Ausgerüstete Standardware trägt häufig einen Waschcode im niedrigen zweistelligen Bereich, etwa 25H oder 30H. Danach lässt die Schutzwirkung nachweislich nach, auch wenn das Gewebe optisch noch intakt wirkt. Inhärente Fasern behalten ihre Schutzwirkung dagegen über die gesamte Tragedauer des Kleidungsstücks, unabhängig von der Zahl der Wäschen, und werden erst durch mechanischen Verschleiß ablegereif.

Rechnen Sie den Unterschied auf ein Jahr Dauereinsatz hoch, wird die Wahl greifbar. Ein Mitarbeiter mit wöchentlicher Wäsche kommt auf rund 50 Waschgänge pro Jahr.

Ein ausgerüstetes Kleidungsstück mit Waschcode 25H erreicht sein Schutzende damit bereits nach rund einem halben Jahr und muss neu beschafft werden. Ein inhärentes Kleidungsstück wird zum höheren Anschaffungspreis dagegen über mehrere Jahre im selben Turnus weitergetragen. Die höhere Einzelinvestition in inhärente Fasern amortisiert sich damit über mehrere Nachbeschaffungszyklen der ausgerüsteten Variante.

Für Mitarbeiter im täglichen Dauereinsatz an Hitzearbeitsplätzen lohnt sich die höhere Anschaffungsinvestition in inhärente Fasern. Sie ersetzen die ausgerüstete Variante seltener und vermeiden damit ungeplante Nachbeschaffungen mitten im Betrieb.

Für gelegentliche Einsätze oder kurze Tragedauern bleibt ausgerüstete Ware mit passendem Waschcode die wirtschaftlichere Wahl. Vertiefende Hinweise zu dauerhaft flammhemmenden Fasern liefert unser Beitrag zu Nomex Kleidung für Flammhemmung und Schutz.

Layering und Ablegereife

Die beste Norm auf dem Etikett nützt wenig, wenn die Trageweise falsch ist. Kleidung mit Index 1 nach EN ISO 14116 gehört ausschließlich über einer Lage mit Index 2 oder 3 eingesetzt. Typischerweise trägt man sie über flammhemmender Unterwäsche direkt unter der 11612-Jacke, niemals als direkte Hautlage. Normale Baumwoll- oder Synthetikunterwäsche unter flammhemmender Oberbekleidung unterläuft die Schutzwirkung, weil schmelzende oder brennende Fasern näher an der Haut zusätzliche Verletzungen verursachen können.

Ablegereif ist ein Teil, sobald der Waschcode erreicht ist. Das gilt ebenso, wenn sichtbare Beschädigungen wie Risse oder verschmolzene Stellen auftreten oder die Kennzeichnung nicht mehr lesbar ist. In jedem dieser Fälle ersetzen Sie das Kleidungsstück, statt es weiter im Umlauf zu lassen.

Zertifizierte Ausstattung bei Kolzen bestellen

Formulieren Sie Ihre Anfrage mit Normnummer, Ausgabejahr, Leistungsstufe und Waschzyklus, damit Ihr Lieferant exakt weiß, was Sie brauchen, etwa "EN ISO 11612:2015, A1 B2 C2, Waschcode mindestens 25H". Bei Kolzen erhalten Sie zertifizierte Multinorm-Sets, die mehrere Gefährdungen gleichzeitig abdecken, sowie die passende Beratung zur richtigen Normkombination für Ihren Arbeitsplatz.

Zusätzlich veredeln wir Ihre flammhemmende Arbeitskleidung mit Firmenlogo per Druck oder Stickerei, ohne die Normkonformität zu beeinträchtigen, wenn die Position fachgerecht geprüft wird. Einen Überblick über gängige Kombinationen und Sets finden Sie in unserem Bereich zu Multinorm Arbeitskleidung. Fordern Sie von dort aus direkt ein Angebot für Ihre Teamausstattung an.

Vom Etikett zur sicheren Beschaffungsentscheidung

Die größte Fehlerquelle bei flammhemmender Arbeitskleidung liegt selten in der falschen Normwahl, sondern im übersehenen Ende des Waschzyklus im laufenden Betrieb. Kleidung, die längst ablegereif ist, bleibt oft noch Monate im Einsatz, weil niemand den Code auf dem Etikett prüft.

Nehmen Sie sich deshalb heute die Zeit, ein Muster Ihrer Bestandskleidung zur Hand zu nehmen und das Etikett mit der Zuordnungstabelle aus diesem Artikel abzugleichen. Passt die Normkombination noch zur aktuellen Gefährdung am Arbeitsplatz, und ist der Waschcode noch nicht erreicht? Mit dieser kurzen Prüfung schließen Sie die häufigste Lücke zwischen Beschaffung und tatsächlichem Schutz im Alltag.

Häufige Fragen zu flammhemmender Arbeitskleidung

Reicht ein Multinorm-Kleidungsstück oder brauche ich mehrere Teile im Lagensystem?

Ein einzelnes Multinorm-Kleidungsstück deckt mehrere Gefährdungen gleichzeitig ab, etwa Flammschutz, Schweißerschutz und Störlichtbogenschutz auf einer Softshelljacke. Ein mehrteiliges Lagensystem lohnt sich dagegen, wenn Ihre Mitarbeiter zwischen Tätigkeiten mit unterschiedlichem Gefährdungsgrad wechseln, etwa Außeneinsatz und Schaltanlagenarbeit, weil einzelne Lagen dann flexibel kombiniert werden können.

Wie oft muss ich den Waschcode meiner Bestandskleidung tatsächlich kontrollieren?

Legen Sie dafür einen festen Turnus fest, etwa halbjährlich bei wöchentlicher Wäsche, statt sich auf den optischen Eindruck zu verlassen. Führen Sie je Kleidungsstück eine einfache Strichliste der Wäschen, damit Sie den Waschcode auf dem Etikett nicht erst bei der nächsten Begehung nachrechnen müssen. Bei Sammelwäsche über eine Lohnwäscherei fragen Sie den Dienstleister aktiv nach der mitgeführten Waschzahl je Artikel.

Wie unterscheiden sich EN ISO 11612 und NFPA 2112, wenn ich auch im Ausland beschaffe?

Für Standorte in Deutschland und der EU bleibt EN ISO 11612 die maßgebliche Prüfnorm, das US-amerikanische NFPA-Regelwerk gilt hier nicht als Ersatz. Beschaffen Sie auch für Standorte in den USA oder Kanada, benötigen Sie dort zusätzlich eine nach NFPA 2112 geprüfte Ausstattung, da die eine Norm die andere nicht ersetzt und Prüfverfahren wie Grenzwerte unterschiedlich angesetzt sind. Klären Sie deshalb vorab je Standort, welche Norm dort verbindlich gefordert ist, statt eine einzelne Zertifizierung für alle Länder zu unterstellen.

Wer trägt die Kosten für die PSA-Ausstattung, der Arbeitgeber oder der Mitarbeiter?

Nach deutschem Arbeitsschutzrecht liegt die Bereitstellungspflicht beim Arbeitgeber: Er muss persönliche Schutzausrüstung auf eigene Kosten zur Verfügung stellen, die Mitarbeiter in ihrer Nutzung unterweisen und den Einsatz überwachen. Diese Pflicht schließt die laufende Instandhaltung und den rechtzeitigen Ersatz bei Ablegereife mit ein, eine Kostenbeteiligung der Mitarbeiter ist dabei nicht vorgesehen.

Wo finde ich die vollständigen, verbindlichen Normtexte zum Nachlesen?

Die verbindlichen Normtexte zu EN ISO 11612, 14116, 11611 und den weiteren genannten Normen erwerben Sie kostenpflichtig direkt über die ISO-Normendatenbank oder über nationale Normungsinstitute wie DIN. Für die praktische Umsetzung im Betrieb liefert zudem die DGUV ergänzende Prüfgrundsätze und Auslegungshilfen.

Muss die Norm nach dem Bedrucken oder Besticken mit dem Firmenlogo erneut geprüft werden?

Eine erneute externe Prüfung ist bei fachgerechter Veredelung in der Regel nicht nötig, solange Position, Größe und Material des Logos die zertifizierten Materialzonen nicht beeinträchtigen. Lassen Sie sich diese Einschränkung dennoch vom Veredelungsbetrieb schriftlich bestätigen, bevor die gesamte Teamausstattung bedruckt oder bestickt wird.

EN 61482 APC1 und APC2

Störlichtbogenschutz

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