Steckgehörschutz nach EN 352
sicherer Lärmschutz für Industriehelme
Steckgehörschutz nach EN 352 – sicherer Lärmschutz am Industriehelm
Steckgehörschutz nach EN 352 bietet zuverlässigen Schutz vor schädlichem Lärm und lässt sich direkt an Industriehelmen befestigen. Er ist so konstruiert, dass er den strengen Anforderungen der Norm EN 352 (persönlicher Gehörschutz) entspricht und sich nahtlos in das Helmsystem integriert. So entsteht ein komfortabler, normgerechter Gehörschutz, der gleichzeitig mit anderen Persönlichen Schutzausrüstungen (z. B. Visieren) kombiniert werden kann.
Was bedeutet EN 352 bei Steckgehörschutz?
Die Normenreihe EN 352 legt die sicherheitstechnischen Anforderungen, Prüfverfahren und Kennzeichnungen für Gehörschutzmittel fest. Steckgehörschutz für Helme ist in der Regel als Kapselgehörschutz ausgeführt, der über Steckadapter oder Schienen an den vorgesehenen Aufnahmeöffnungen des Industriehelms befestigt wird.
Durch die Zertifizierung nach EN 352 wird sichergestellt, dass:
- definierte Dämmwerte (SNR) erreicht werden,
- der Schutz auch unter Praxisbedingungen stabil und sicher am Helm sitzt,
- Komfort- und Funktionsanforderungen (z. B. Anpressdruck, Dichtheit) erfüllt sind.
Vorteile von Steckgehörschutz am Industriehelm
Steckgehörschutzsysteme wurden speziell für die Kombination mit Industriehelmen entwickelt. Das bietet mehrere Vorteile:
- Fester Sitz: Sichere Verbindung mit den Helmaufnahmen, kein Verrutschen des Gehörschutzes.
- Hoher Tragekomfort: Kapseln lassen sich bei Bedarf nach oben wegklappen oder in Ruhestellung bringen.
- Kombinationssicherheit: Optimiert für gleichzeitige Nutzung mit Gesichtsschutz, Schutzbrillen oder Visieren.
- Einfache Handhabung: Schnelles Auf- und Absetzen, auch mit Handschuhen.
- Normgerechter Schutz: Geprüfte Lärmdämmung nach EN 352 für definierte Lärmbereiche.
Einsatzbereiche von Steckgehörschutz an Industriehelmen
Typische Branchen und Arbeitsumgebungen
Steckgehörschutz nach EN 352 kommt überall dort zum Einsatz, wo Kopf- und Gehörschutz gleichzeitig erforderlich sind – insbesondere bei wechselnden Lärmbelastungen. Typische Einsatzbereiche sind:
- Bau und Tiefbau: Arbeiten mit Bohrern, Sägen, Presslufthämmern, Verdichtern oder Abbruchgeräten.
- Industrie & Produktion: Fertigungslinien, Metallbearbeitung, Schmieden, Pressen, Gießereien.
- Energie und Versorgung: Kraftwerke, Umspannwerke, Wartungsarbeiten an Anlagen mit hoher Geräuschkulisse.
- Holz- und Forstwirtschaft: Sägewerke, Holzbearbeitungsmaschinen, Landschaftspflege mit Motorsäge oder Freischneider.
- Logistik & Intralogistik: Umschlagplätze, Lager mit Flurförderzeugen und anderen lauten Maschinen.
Überall, wo Schutzhelme nach EN 397 oder vergleichbaren Normen vorgeschrieben sind und zugleich Lärmpegel über den Auslösewerten liegen, ist Steckgehörschutz eine praktische und sichere Lösung.
Auswahlkriterien für Steckgehörschutz am Industriehelm
Bei der Auswahl geeigneter Steckgehörschutzsysteme sollten insbesondere folgende Punkte beachtet werden:
- Normkonformität: Kennzeichnung nach EN 352 (inkl. Angabe des SNR-Werts) und Kompatibilität mit dem eingesetzten Helmtyp.
- Dämmleistung: Passende Lärmdämmung in Abhängigkeit von den tatsächlichen Lärmpegeln am Arbeitsplatz – weder Unter- noch Überprotektion.
- Komfort: Weiche Dichtkissen, geringes Gewicht und ergonomische Bügel für langes, ermüdungsfreies Tragen.
- Helmkompatibilität: Freigegebene Kombination aus Helm und Steckgehörschutz, um die Gesamtzulassung der PSA nicht zu beeinträchtigen.
- Anwendungsprofil: Optionaler Zusatznutzen wie Kommunikationseinheiten, Funk, FM/BT oder spezielle Hygieneeigenschaften je nach Einsatzbereich.
Mit dem passenden Steckgehörschutz nach EN 352 lässt sich der Industriehelm zu einem vollwertigen Kopf- und Gehörschutzsystem ausbauen, das Mitarbeitende in lauten Arbeitsumgebungen zuverlässig schützt und den Tragekomfort erhöht.