Flammhemmende Handschuhe nach EN 407
flammhemmend und mit Schnittschutz für optimalen Komfort
Flammhemmende Handschuhe nach EN 407, EN 388 und EN 1149-5
Flammhemmende Handschuhe sind ein unverzichtbarer Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) in vielen Industriezweigen, in denen Mitarbeiter vor Hitze, Flammen, mechanischen Gefahren und elektrostatischer Entladung geschützt werden müssen. Diese Handschuhe bieten nicht nur Schutz vor Verbrennungen, sondern auch vor Schnittverletzungen und anderen mechanischen Risiken. Um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Handschuhe zu gewährleisten, werden sie nach verschiedenen Normen geprüft und klassifiziert. Besonders relevant sind hierbei die Normen EN 407, EN 388 und EN 1149-5 sowie die ANSI Cut Level Klassifizierung.
EN 407 – Schutz gegen thermische Risiken
Die Norm EN 407 definiert die Anforderungen und Prüfverfahren für Handschuhe, die Schutz gegen thermische Risiken bieten. Dazu zählen Hitze, Flammen, Kontaktwärme, Konvektionswärme, Strahlungswärme und kleine Spritzer von geschmolzenem Metall. Flammhemmende Handschuhe nach EN 407 sind speziell dafür ausgelegt, die Haut vor Verbrennungen zu schützen und die Zeit zu verlängern, die ein Träger vor direkter Hitzeeinwirkung sicher arbeiten kann.
Die EN 407 bewertet die Handschuhe anhand von sechs Kriterien:
- Flammenbeständigkeit
- Kontaktwärmebeständigkeit
- Konvektionswärmebeständigkeit
- Strahlungswärmebeständigkeit
- Kleine Spritzer von geschmolzenem Metall
- Große Spritzer von geschmolzenem Metall
Je höher die erreichte Stufe in jedem dieser Bereiche, desto besser der Schutz.
EN 388 – Schutz gegen mechanische Risiken
Neben dem thermischen Schutz ist auch der Schutz vor mechanischen Gefahren essenziell. Die Norm EN 388 legt die Anforderungen für Handschuhe fest, die Schutz gegen mechanische Risiken bieten, wie Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich.
Die Bewertung erfolgt anhand folgender Kriterien:
- Abriebfestigkeit (Skala 1-4)
- Schnittfestigkeit (Skala 1-5)
- Weiterreißfestigkeit (Skala 1-4)
- Durchstichfestigkeit (Skala 1-4)
Flammhemmende Handschuhe mit hoher EN 388 Bewertung bieten somit auch einen umfassenden Schutz bei mechanischen Gefahren.
EN 1149-5 – Schutz gegen elektrostatische Aufladung
In explosionsgefährdeten Bereichen ist der Schutz vor elektrostatischer Aufladung lebenswichtig. Die Norm EN 1149-5 beschreibt die Anforderungen an Schutzkleidung, die elektrostatische Eigenschaften besitzt, um Entladungen zu vermeiden.
Flammhemmende Handschuhe, die nach EN 1149-5 zertifiziert sind, verhindern die Ansammlung von statischer Elektrizität und reduzieren so das Risiko von Funkenbildung, die zu Explosionen oder Bränden führen könnte.
ANSI Cut Level – Amerikanische Schnittschutzklassifizierung
Neben der europäischen Norm EN 388 wird häufig auch die amerikanische ANSI/ISEA 105 Norm zur Klassifizierung von Schnittschutz herangezogen. Diese Norm bewertet Handschuhe nach ihrer Schnittfestigkeit mit Levels von A1 bis A9, wobei A9 den höchsten Schutz darstellt.
Flammhemmende Handschuhe mit einem hohen ANSI Cut Level bieten somit auch in amerikanischen oder internationalen Arbeitsumgebungen einen zuverlässigen Schutz vor Schnittverletzungen.
Zusammenfassung und Einsatzgebiete
Flammhemmende Handschuhe, die die Normen EN 407, EN 388 und EN 1149-5 erfüllen und zusätzlich über eine hohe ANSI Cut Level Einstufung verfügen, bieten einen umfassenden Schutz in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen. Sie schützen vor Hitze und Flammen, mechanischen Gefahren sowie elektrostatischer Aufladung. Typische Einsatzgebiete sind:
- Metallverarbeitung und Schweißarbeiten
- Chemische Industrie
- Elektronikfertigung
- Öl- und Gasindustrie
- Feuerwehr und Rettungsdienste
Durch die Kombination dieser Normen gewährleisten flammhemmende Handschuhe höchste Sicherheit und Komfort für den Anwender. Beim Kauf sollte stets auf die jeweiligen Normen und Schutzklassen geachtet werden, um den optimalen Schutz für die jeweilige Tätigkeit zu gewährleisten.